Leckagesichere Pumpenlösungen für gefährliche und flüchtige Flüssigkeiten
Aulank bietet leckagefreie Pumpenlösungen für den sicheren Transport von Flüssigkeiten, bei denen jegliche Leckage inakzeptabel ist. Unsere Lösungen sind speziell für starke Säuren, Laugen, giftige Lösungsmittel, brennbare/explosive Flüssigkeiten und hochreine Medien ausgelegt und nutzen eine dichtungslose Technologie (Magnetantrieb oder gekapselter Motor), um dynamische Gleitringdichtungen durch statische Schutzhüllen zu ersetzen. Durch diese Konstruktion wird das Risiko von diffusen Emissionen vollständig ausgeschlossen.

Hauptmerkmale von leckagefreien Pumpen
- Leckagefreies Design: Durch den Wegfall der Antriebswellendichtung – der Hauptleckstelle bei Standardpumpen – wird die Flüssigkeit hermetisch im Pumpengehäuse eingeschlossen, wodurch ein zu 100 % leckagefreier Betrieb gewährleistet ist.
- Höchste Sicherheit: Speziell für den Umgang mit aggressiven und gefährlichen Chemikalien entwickelt, um das Bedienpersonal vor Kontakt zu schützen und Bußgelder oder Unfälle aufgrund von Umweltverschmutzung zu vermeiden.
- Geringe Wartungskosten: Da keine Gleitringdichtungen vorhanden sind, die verschleißen oder ausgetauscht werden müssen, und keine komplexen Dichtungsunterstützungssysteme (Spülsysteme) erforderlich sind, werden Ausfallzeiten und Ersatzteilkosten erheblich reduziert.
- Hermetische Abdichtung: Die versiegelte Konstruktion hält nicht nur die Flüssigkeit im Inneren, sondern verhindert auch das Eindringen von Luft und Feuchtigkeit, wodurch sie sich ideal für Flüssigkeiten eignet, die gegenüber Oxidation oder Luftfeuchtigkeit empfindlich sind.
Typische Anwendungen für auslaufsichere Lösungen
- Chemische Industrie: Förderung korrosiver Medien wie Schwefelsäure, Salzsäure und Salpetersäure sowie organischer Lösungsmittel wie Benzol und Toluol.
- Neue Energien & Batterien: Handhabung von Elektrolyten für Lithiumbatterien, Kühlmittelkreislauf für Wasserstoff-Brennstoffzellen und Schneidflüssigkeiten für die Photovoltaik.
- Halbleiterindustrie: Zirkulierendes ultrareines Wasser (UPW) und Chemikalien in Elektronikqualität (z. B. Flusssäure), die eine Kontamination durch Metallionen vollständig ausschließen.
- Pharmazeutika und Biotechnologie: Steriler Flüssigkeitstransfer, bei dem die Prozessintegrität ohne das Risiko einer biologischen Kontamination von außen gewahrt bleiben muss.
- Umweltschutz: Dosiersysteme in der Abwasserbehandlung, die mit gefährlichen Neutralisationsmitteln oder Flockungsmitteln arbeiten.

Wichtige Auswahlkriterien für leckagefreie Pumpen
- Chemische Verträglichkeit: Wählen Sie die Werkstoffe für das Pumpengehäuse und die Schutzhülle (z. B. SS316L, Hastelloy, PTFE, PVDF) entsprechend der Aggressivität der Flüssigkeit aus.
- Magnetische Verluste und Wärmeentwicklung: Bewerten Sie die durch Wirbelströme verursachte Wärmeentwicklung in metallischen Gehäusen. Stellen Sie sicher, dass die Flüssigkeit nicht aufgrund des Temperaturanstiegs verdampft; ziehen Sie für flüchtige Medien nichtmetallische Gehäuse (PEEK/Keramik) in Betracht.
- Trockenlaufschutz: Bei dichtungslosen Pumpen erfolgt die Schmierung der inneren Lager in der Regel durch das Fördermedium. Stellen Sie sicher, dass eine Leistungsüberwachung oder Trockenlaufschutzvorrichtungen installiert sind, um katastrophale Ausfälle zu verhindern.
- Umgang mit Feststoffen: Vergewissern Sie sich, dass die Flüssigkeit sauber ist. Dichtungslose Pumpen reagieren empfindlich auf Partikel; sind Feststoffe vorhanden, sind eine Filterung oder spezielle Konstruktionen für den Umgang mit Suspensionen erforderlich.
- Systemdruck und -temperatur: Hohe Temperaturen können Standardmagnete entmagnetisieren. Wählen Sie für Hochdruck- und Hochtemperaturbedingungen hochtemperaturbeständige Magnete (z. B. SmCo) und verstärkte Gehäuse.
Häufige Probleme beim Betrieb leckagefreier Pumpen
- Trockenlauf: Ohne Flüssigschmierung überhitzen sich die Lager und schmelzen bzw. zerbrechen sofort.
- Entkopplung: Wird das Motordrehmoment überschritten (z. B. aufgrund hoher Viskosität), rutschen der innere und der äußere Magnet durch, wodurch der Durchfluss gestoppt wird.
- Lagerverschleiß: Verursacht durch abrasive Partikel in der Flüssigkeit oder durch Betrieb außerhalb des besten Wirkungsgradpunkts (BEP).
Häufig gestellte Fragen
Frage 1: Können auslaufsichere Pumpen trockenlaufen?
Standardmodelle dürfen auf keinen Fall trockenlaufen, da die Lager eine Flüssigkeitsschmierung benötigen. Sie können jedoch mit Leistungsüberwachungsgeräten ausgestattet werden, die die Pumpe sofort abschalten, sobald ein Trockenlauf festgestellt wird.
Frage 2: Was ist der Unterschied zwischen einer Pumpe mit Magnetkupplung und einer Pumpe mit gekapseltem Motor?
Bei einer Magnetkupplungspumpe wird das Drehmoment über ein Gehäuse mittels Magneten übertragen, während bei einer Kapselmotor-Pumpe Motor und Pumpe zu einer einzigen, abgedichteten Einheit zusammengefasst sind. Beide sind leckagefrei, doch Kapselmotor-Pumpen sind besser für höhere Drücke und Temperaturen geeignet.
Frage 3: Sind diese Pumpen für Feststoffe geeignet?
Im Allgemeinen nicht. Aufgrund ihrer engen Toleranzen reagieren die innenliegenden Lager empfindlich auf Feststoffe. Sind Feststoffe vorhanden, müssen Inline-Filter oder spezielle, schlammbeständige, dichtungslose Pumpen verwendet werden.









