Eine Verdrängerpumpe fördert unabhängig vom Systemdruck ein festes Flüssigkeitsvolumen pro Zyklus. Diese konstante Fördermenge, unabhängig vom Förderdruck, erklärt, warum Verdrängerpumpen nach wie vor die erste Wahl für hochviskose Medien, präzise Dosierung, Anwendungen mit hohem Druck und geringem Durchfluss sowie für alle Prozesse sind, bei denen Kreiselpumpen an Effizienz verlieren oder nicht ansaugen. Wir bei Aulank fertigen magnetgekuppelte Zahnradpumpen und Flügelzellenpumpen dieser Kategorie und verfügen über jahrelange Erfahrung in der Abstimmung von Pumpentypen auf die jeweiligen Betriebsbedingungen in der chemischen Industrie, der Halbleiterindustrie, der erneuerbaren Energien, der Pharmaindustrie und im Wärmemanagement. Dieser Leitfaden erläutert die Funktionsweise von Verdrängerpumpen, ihre Vorteile gegenüber Kreiselpumpen und die Auswahlkriterien für Ingenieure.

1. Was eine Verdrängerpumpe anders macht
Eine Verdrängerpumpe schließt ein bestimmtes Flüssigkeitsvolumen in einem geschlossenen Hohlraum ein und befördert es mit jeder Umdrehung oder jedem Hub mechanisch von der Ansaug- zur Druckseite. Die Fördermenge pro Zyklus wird durch die Geometrie der Zahnräder, Schaufeln, Nocken, Schrauben, Kolben oder Membranen im Pumpenkopf vorgegeben. Die Drehzahl bestimmt die Fördermenge, der Druck hingegen nicht.
Eine Kreiselpumpe arbeitet nach einem anderen Prinzip. Ihr rotierendes Laufrad beschleunigt das Fluid, und das Spiralgehäuse bzw. der Diffusor wandelt diese Geschwindigkeit in Druck um. Mit steigendem Gegendruck sinkt der Förderstrom entlang der Pumpenkennlinie. Der Förderstrom einer Verdrängerpumpe bleibt im gleichen Druckbereich nahezu konstant – er steigt nur geringfügig mit der Drehzahl an und fällt aufgrund von Schlupf minimal ab.
Die praktische Konsequenz: Benötigt Ihr System unabhängig von den nachfolgenden Prozessen jede Minute die gleiche Fördermenge, ist eine Verdrängerpumpe geeignet. Muss das System hingegen große Mengen niedrigviskoser Flüssigkeit mit geringem Widerstand fördern, arbeitet eine Kreiselpumpe effizienter und ist kostengünstiger im Betrieb.

Kernbetriebszyklus
Jede PD-Pumpe führt denselben dreistufigen Zyklus aus, nur mit unterschiedlicher mechanischer Hardware:
- Saugphase — Der Pumpenraum dehnt sich auf der Einlassseite aus. Die Volumenvergrößerung erzeugt einen Druckabfall, wodurch Flüssigkeit durch den Einlassanschluss (bzw. das Einlassrückschlagventil bei Kolbenpumpen) angesaugt wird.
- Transferphase — Der Hohlraum dichtet ab und befördert das eingeschlossene Volumen vom Einlass zum Auslass. Die Abdichtung erfolgt durch geringe Spaltmaße zwischen den rotierenden Teilen und dem Gehäuse oder durch Rückschlagventile bei Hubkolbenkonstruktionen.
- Entladephase — Der Hohlraum zieht sich auf der Auslassseite zusammen und presst so die Flüssigkeit mit dem vom System geforderten Druck in die Auslassleitung.
Da das Hohlraumvolumen festgelegt ist, fördert die Pumpe so lange, bis ein physikalischer Eingriff den Förderstrom unterbricht – genau deshalb benötigt jede Verdrängerpumpenanlage ein Druckbegrenzungsventil auf der Druckseite. Ein blockierter Druckausgang fördert weiterhin Fördermittel, bis die Pumpe, der Motor oder die Rohrleitung ausfällt.

2. Zwei Familien: Dreh- und Hubkolbenmotoren
Alle Verdrängerpumpen lassen sich in eine von zwei Bewegungskategorien einteilen. Die Wahl zwischen ihnen hängt von den Anforderungen an die Förderkontinuität, dem Druckbereich und dem Verhalten des Fluids unter mechanischer Einwirkung ab.
Rotations-Verdrängerpumpen
Rotationsverdrängerpumpen nutzen rotierende Elemente – Zahnräder, Schaufeln, Drehkolben, Schrauben oder Rollen –, um abgedichtete Hohlräume zu erzeugen und zu bewegen. Der Durchfluss ist kontinuierlich und relativ gleichmäßig mit geringer Pulsation. Die Betriebsdrehzahlen liegen je nach Typ typischerweise zwischen 500 und 3500 U/min, und die meisten Ausführungen fördern Viskositäten von wenigen cP bis über 20.000 cP.
Zu den Rotationstypen gehören:
- Zahnradpumpen — Zwei ineinandergreifende Zahnräder schließen die Flüssigkeit zwischen Zähnen und Gehäuse ein. Kompakte, präzise Dosierung, geeignet für ein breites Viskositätsspektrum.
- Flügelzellenpumpen — Ein geschlitzter Rotor mit Gleitschaufeln erzeugt sich erweiternde und zusammenziehende Kammern. Gut geeignet für niedrige bis mittlere Viskosität, selbstkompensierender Verschleiß.
- Schraubenpumpen — Ein oder mehrere spiralförmige Rotoren drücken die Flüssigkeit axial. Hoher Durchfluss bei hohem Druck, sehr geringe Pulsation.
- Drehkolbenpumpen — Berührungslose, rotierende Lappen ermöglichen die schonende Handhabung von Feststoffen und scherempfindlichen Flüssigkeiten.
- Peristaltikpumpen — Rollen komprimieren einen flexiblen Schlauch; die Flüssigkeit kommt dabei nicht mit den Pumpenkomponenten in Berührung. Geeignet für sterile, abrasive oder kontaminationsempfindliche Medien.

Kolben-Verdrängerpumpen
Verdrängerpumpen nutzen die lineare Hin- und Herbewegung eines Kolbens, Plungers oder einer Membran, um eine Kammer abwechselnd zu füllen und zu entleeren. Einlass- und Auslass-Rückschlagventile steuern den Durchfluss. Diese Pumpen erzeugen die höchsten Drücke innerhalb der Verdrängerpumpenklasse – mit Plungerpumpen sind über 1000 bar möglich –, jedoch ist der Durchfluss pulsierend und erfordert Dämpfer oder Multiplex-Konfigurationen für einen gleichmäßigen Lauf.
Zu den Hubkolbentypen gehören:
- Kolbenpumpen — Ein Kolben bewegt sich in einem Zylinder hin und her und wird von Kolbenringen abgedichtet. Hoher Druck, mäßiger Durchfluss.
- Kolbenpumpen — Ein massiver Kolben bewegt sich durch eine stationäre Dichtung. Höhere Druckleistung als Kolbenpumpen; eingesetzt für Hochdruckwasserstrahlen und Chemikalieneinspritzung.
- Membranpumpen — Eine flexible Membran trennt die Flüssigkeit von den Antriebskomponenten. Auslaufsicher, ideal für gefährliche, toxische oder sterile Medien.
Eine detailliertere Aufschlüsselung der einzelnen Pumpentypen mit technischen Zeichnungen, Parametern und Auswahlkriterien finden Sie in unserer vollständiger Klassifizierungsleitfaden für VerdrängerpumpentypenDie

3. Leistungsmerkmale, die in realen Systemen relevant sind
Die Definition im Lehrbuch ist nur ein Teilaspekt. Entscheidend in der Praxis ist das Verhalten einer Verdrängerpumpe unter realen Betriebsbedingungen – beispielsweise bei Viskositätsänderungen mit der Temperatur, bei Druckspitzen am Förderstrom, bei mitgerissenen Gasen im Fluid oder bei mangelhafter Auslegung der Saugleitung. Die folgenden Merkmale beeinflussen die Systemzuverlässigkeit unmittelbar.
Kennlinie für konstanten Durchfluss vs. Druck
Die Kennlinie einer Verdrängerpumpe verläuft im Wesentlichen vertikal. Der Förderstrom bleibt vom Niederdruck bis zum maximalen Nennförderdruck nahezu konstant; lediglich der geringe Abfall wird durch internen Schlupf verursacht. Schlupf bezeichnet das Zurückfließen von Flüssigkeit von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite durch interne Spalte. Der Schlupf steigt mit der Druckdifferenz und sinkt mit der Viskosität – das heißt, eine Verdrängerpumpe arbeitet umso effizienter, je dickflüssiger die Flüssigkeit wird, im Gegensatz zum Verhalten einer Kreiselpumpe.
Selbstansaugend und Hubkraft
Die meisten Verdrängerpumpen sind selbstansaugend. Sie können Luft aus der Saugleitung entfernen und Flüssigkeit unterhalb der Pumpenachse ansaugen, ohne dass eine externe Ansaugung erforderlich ist. Die erreichbare Saughöhe variiert je nach Pumpentyp: Exzenterschnecken- und Schraubenpumpen können unter günstigen Bedingungen Förderhöhen von 7–8 Metern erreichen, während Zahnrad- und Drehkolbenpumpen typischerweise 4–6 Meter schaffen. Kreiselpumpen sind im Allgemeinen ohne Zusatzausrüstung nicht selbstansaugend.
Viskositätshandhabung
Hier beweisen Verdrängerpumpen ihre Bedeutung in industriellen Systemen. Der Wirkungsgrad einer Kreiselpumpe sinkt rapide, sobald die Viskosität etwa 100 cP übersteigt, und die meisten Konstruktionen werden aufgrund von Reibungsverlusten am Laufrad oberhalb von 500 cP unwirtschaftlich. Verdrängerpumpen arbeiten umgekehrt: Die viskose Flüssigkeit wirkt als Dichtungsmittel in den internen Spalten, reduziert den Schlupf und verbessert den volumetrischen Wirkungsgrad. Daher werden Verdrängerpumpen standardmäßig in Thermoölsystemen, Polymer-Förderleitungen, Klebstoffdosieranlagen und Bitumenförderanlagen eingesetzt.
Scher- und Festkörpertoleranz
Scherempfindliche Flüssigkeiten – Emulsionen, Latex, bestimmte Polymere, Lebensmittel mit empfindlicher Struktur – werden durch hohe Laufradgeschwindigkeiten beeinträchtigt. Verdrängerpumpen arbeiten mit niedrigeren Umfangsgeschwindigkeiten und üben eine schonendere mechanische Einwirkung aus. Daher werden in der Lebensmittel-, Molkerei-, Kosmetik- und Pharmaindustrie Drehkolben- und Exzenterschneckenpumpen bevorzugt eingesetzt. Bei abrasiven Feststoffen tolerieren Peristaltik- und Drehkolbenpumpen Partikel, die Zahnräder oder Kolbendichtungen beschädigen würden.
Pulsieren
Kolbenpumpen erzeugen pulsierende Fördermengen in Abhängigkeit vom Hubzyklus. Einzylinderpumpen weisen die stärksten Pulsationen auf; Duplex- und Triplexpumpen reduzieren diese deutlich. Rotationspumpen erzeugen eine wesentlich gleichmäßigere Fördermenge, obwohl auch Zahnrad- und Flügelzellenpumpen bei der Zahnrad-Eingriffsfrequenz noch geringe Pulsationen erzeugen. Wenn Pulsationen relevant sind – beispielsweise für die Gleichmäßigkeit von Beschichtungen, analytische Instrumente oder empfindliche nachgeschaltete Anlagen – ist die Wahl einer pulsationsarmen Rotationspumpe oder der Einsatz von Pulsationsdämpfern unerlässlich. Die Zahnradpumpen der Baureihe MDC-X von Aulank beispielsweise reduzieren die Pulsationen durch eine optimierte Rotorgeometrie im Vergleich zu herkömmlichen Zahnradpumpen um bis zu 70 %.

4. Verdrängerpumpe vs. Kreiselpumpe: Wann welche Pumpe die Nase vorn hat
Die beiden Pumpenfamilien überschneiden sich weniger, als allgemein angenommen wird. Die richtige Antwort ist meist offensichtlich, sobald man die Betriebsbedingungen nebeneinander auflistet.
| Parameter | Verdrängerpumpe | Kreiselpumpe |
|---|---|---|
| Durchfluss vs. Druck | Konstanter Durchfluss unabhängig vom Druck | Der Durchfluss sinkt mit steigendem Druck. |
| Viskositätsbereich | Von 1 cP bis über 20.000 cP steigt die Effizienz mit der Viskosität. | Optimal unter 100 cP, fällt darüber stark ab. |
| Typischer Durchfluss | Niedrig bis mittel | Mittel bis sehr hoch |
| Typischer Druck | Mittel bis sehr hoch (bis zu über 1000 bar bei Kolbenpumpen) | Niedrig bis mittel |
| Selbstansaugend | Ja, die meisten Designs | Nein, erfordert Vorbehandlung |
| Messgenauigkeit | ±0,5 % bis ±1 % erreichbar | Schlecht, variiert mit dem Druck |
| Scherung der Flüssigkeit | Niedrig | Hoch |
| Toleranz gegenüber geschlossenem Auslass | Keines – Überdruckventil erforderlich | Toleriert kurzzeitig abgestorbene Köpfe |
| Baukosten | Höher pro kW | Niedriger pro kW |
| Wartungskomplexität | Höherer Verschleiß, mehr Verschleißteile | Niedrigere Anzahl beweglicher Teile |
Eine nützliche Faustregel: Bei wasserähnlichen Flüssigkeiten mit hohem Durchfluss und mäßigem Druck (Wasserförderung, Kühlkreisläufe, allgemeine Anwendungen) empfiehlt sich zunächst ein Zentrifugalverdichter. Ein Verdränger ist dann die richtige Wahl, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft: Flüssigkeitsdruck über ca. 200 cP, hohe Dosiergenauigkeit erforderlich, hoher Druck bei niedrigem Durchfluss, Scherempfindlichkeit, intermittierende Absaugung oder signifikanter Luft-/Gaseintrag.
5. Einsatzgebiete von Verdrängerpumpen
Die Anwendungsliste ist lang, doch die zugrundeliegende Logik lässt sich stets auf eine der oben genannten Leistungsmerkmale zurückführen. Nachfolgend sind die Betriebspunkte aufgeführt, in denen Verdrängerpumpen dominieren – entnommen aus Systemen, die wir geliefert oder betreut haben.
- Chemische Verarbeitung — Lösungsmitteltransfer, Säure- und Laugendosierung, Polymerzufuhr, Reaktorbefüllung. Magnetkupplungs-Zahnradpumpen verhindern Leckagen an gefährlichen Medien; Flügelzellenpumpen gewährleisten eine stabile Umwälzung.
- Pharmazeutische und Biotechnologie — Sterile Abfüllung, Wirkstoffdosierung, Pufferherstellung, Fermentationszubereitung. Hygienische Konstruktion und eine Dosiergenauigkeit von ±0,5 % sind obligatorisch.
- Speisen und Getränke — Honig, Sirup, Schokolade, Milchprodukte, Soßen, Speiseöle. Drehkolben- und Exzenterschneckenpumpen fördern viskose und scherempfindliche Produkte, ohne deren Struktur zu beschädigen.
- Öl und Gas — Rohöltransfer, Handhabung von Bohrschlamm, Chemikalieneinspritzung, Heizöllieferung. Hoher Druck, temperaturabhängige Viskosität, gelegentlicher Gaseintrag.
- Wärmemanagement und HLK — Thermoölzirkulation, Heißölheizsysteme, Niedertemperatur-Glykolkreisläufe. Einzelne Pumpenplattformen für einen Temperaturbereich von -120 °C bis +400 °C machen separate Heiß- und Kaltpumpen überflüssig.
- Halbleiter und neue Energien — Kühlmittelzirkulation bei thermischen Batterietests, Vorläuferzufuhr, Slurry-Handling für CMP-Prozesse. Ein stabiler Durchfluss unter variierendem Gegendruck ist entscheidend für die Prozessreproduzierbarkeit.
- Abwasser und Umwelt — Schlammtransport, Polymerdosierung, Chemikaliendosierung für Aufbereitungsprozesse. Exzenterschneckenpumpen fördern eingedickten Schlamm mit hohem Feststoffgehalt.
- Drucken und Beschichten — Tintenzufuhr, Klebstoffdosierung, Farbzirkulation. Pulsationsfreier Fluss gewährleistet gleichmäßige Beschichtung.

6. Wie man die richtige Verdrängerpumpe auswählt
Die Pumpenauswahl scheitert häufiger an unvollständigen Betriebsdaten als an einer mangelhaften Pumpenkonstruktion. Definieren Sie daher vor der Angebotsanfrage die folgenden Parameter präzise. Unklare Angaben in dieser Phase führen zu Problemen, die erst bei der Inbetriebnahme und nicht schon bei der Auswahl auftreten.
Fluideigenschaften
- Viskosität — bei minimaler, normaler und maximaler Betriebstemperatur. Viele Flüssigkeiten ändern ihre Viskosität zwischen Kaltstart und stationärem Zustand um eine Größenordnung.
- Spezifisches Gewicht — beeinflusst die Motordimensionierung.
- Chemische Kompatibilität Die medienberührten Teile (Rotor, Zahnräder, Gehäuse, Dichtungen, O-Ringe) müssen beständig gegen das Medium sein. pH-Wert, Chloridgehalt und Vorhandensein von Lösungsmitteln oder Oxidationsmitteln prüfen.
- Feststoffgehalt — Partikelgröße, Härte und Konzentration. Selbst kleine abrasive Partikel zerstören Zahnradpumpen schnell; gegebenenfalls sind Drehkolben- oder Schlauchpumpen erforderlich.
- Scherempfindlichkeit — Emulsionen, Latex und bestimmte Lebensmittel erfordern ein schonendes Pumpen.
- Dampfdruck — bestimmt die NPSH-Anforderungen und die Auslegung der Saugseite.
Betriebsbedingungen
- Durchflussrate — Minimum, Normalwert und Maximum. Geben Sie an, ob es sich um einen konstanten oder variablen Wert handelt. Definieren Sie die für Messanwendungen erforderliche Genauigkeit.
- Entladedruck — Normalfall und Worst-Case. Berücksichtigen Sie alle Systemspitzen durch Ventilschließungen oder Filterverstopfungen.
- Saugbedingungen — gefluteter, Hebe- oder Vakuumtank. Berechnen Sie NPSHa und bestätigen Sie, dass es NPSHr um einen Sicherheitsabstand (typischerweise 0,5–1 m) übersteigt.
- Temperatur — Flüssigkeitstemperatur am Pumpeneinlass und Umgebungstemperatur rund um die Anlage.
- Tastverhältnis — kontinuierlich, intermittierend oder chargenweise. Beeinflusst die Auswahl von Motor und Dichtung.
Systemintegration
- Druckentlastung — Am Auslass muss ein für die volle Pumpenleistung dimensioniertes Überdruckventil installiert werden. Andernfalls wird ein geschlossenes nachgeschaltetes Ventil die Pumpe oder die Rohrleitung zerstören.
- Pulsationskontrolle — Bei Hubkolbenkonstruktionen und einigen Rotationskonstruktionen werden Dämpfer für empfindliche nachgeschaltete Geräte benötigt.
- Bypass-Schleife — Nützlich für Anwendungen, bei denen der Auslass ohne sofortige Reaktion des Bedieners schließen kann.
- Laufwerkstyp — Direktantrieb, Riemenantrieb, Getriebe oder Frequenzumrichter. Die Drehzahlregelung über einen Frequenzumrichter ist die Standardmethode zur Durchflussregulierung.
Für Systeme mit leckageempfindlichen Medien oder bei denen ein Dichtungsausfall inakzeptabel ist, empfehlen wir eine Bewertung. Magnetgetriebene Zahnradpumpen und gekapselte Flügelzellenpumpen, wodurch die dynamische Dichtung vollständig eliminiert wird.

7. Häufige betriebliche Probleme und wie man sie vermeidet
Die meisten Probleme mit Verdrängerpumpen im praktischen Einsatz lassen sich auf wenige Hauptursachen zurückführen. Durch das frühzeitige Erkennen der Symptome lassen sich teure Ausfälle vermeiden.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Aktion |
|---|---|---|
| Reduzierter Durchfluss bei konstanter Geschwindigkeit | Innerer Verschleiß, erhöhte Rutschgefahr oder Lufteintritt | Einlass auf Undichtigkeiten prüfen; Rotor und Spaltmaße prüfen. |
| Druckstoß, Pumpenabschaltung | Ausfall des geschlossenen Auslass- oder Überdruckventils | Abflussweg prüfen; Sicherheitsventil prüfen und testen |
| übermäßiger Lärm oder Vibrationen | Kavitation, Gaseinschluss oder Saugmangel | NPSHa neu berechnen; Saugleitungsverluste reduzieren; Flüssigkeitsstand prüfen |
| Pulsation stromabwärts | Kolbenpumpe ohne Dämpfer oder mit verschlissenen Rückschlagventilen | Pulsationsdämpfer einbauen; Rückschlagventilsitze ersetzen |
| Dichtungsleckage (Ausführungen mit Gleitringdichtung) | Trockenlauf, Eindringen von abrasivem Material oder chemischer Angriff | Prüfen Sie beim Start, ob Flüssigkeit vorhanden ist; überprüfen Sie die Medienkompatibilität; erwägen Sie den Austausch des Magnetlaufwerks. |
| Vorzeitiger Verschleiß von Zahnrädern oder Schaufeln | Abrasives Fluid, niedrige Viskosität oder Betrieb oberhalb des Nenndrucks | Verwenden Sie ein härteres Material; prüfen Sie die Viskosität bei Betriebstemperatur; überprüfen Sie die Druckfestigkeit. |
Ein wichtiger Punkt: Verdrängerpumpen dürfen niemals über längere Zeit trocken laufen. Das Fördermedium dient als Schmiermittel für die Innenflächen und dichtet die Spalte ab. Trockenlauf zerstört Dichtungen schnell, beschleunigt den Verschleiß und kann zum Festfressen der Pumpe führen. Besteht in Ihrer Anwendung die Gefahr eines Trockenlaufs – beispielsweise durch leere Tanks, Gasdurchbruch oder fehlerhafte Ventilsteuerung –, sollten Sie von Anfang an Füllstandsschalter oder trockenlaufsichere Pumpen einplanen.
Sprechen Sie mit Aulank über Ihre Bewerbung
Aulank fertigt magnetgekuppelte Zahnradpumpen und Hochdruck-Flügelzellenpumpen für industrielle Anwendungen in der Chemie-, Halbleiter-, Energie-, Pharma-, Lebensmittel- und Wärmemanagementbranche. Unsere Produktpalette deckt Viskositäten bis zu 20.000 cP, Temperaturen von -120 °C bis +400 °C und Drücke bis zu 100 bar ab. Sonderanfertigungen sind im Rahmen unserer ODM-Unterstützung möglich. Sollten Ihre Betriebspunkte nicht den Katalogspezifikationen entsprechen oder Sie sich nicht sicher sein, ob eine Verdränger- oder Kreiselpumpe die richtige Lösung für Ihr System ist, senden Sie uns Ihre Betriebsbedingungen. Wir beraten Sie gerne. Besuchen Sie unsere Website. Produktseite für Verdrängerpumpen oder Kontaktieren Sie unser Ingenieurteam für technische Beratung.









